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Text 1
Gedicht
"Die Zeit"
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Zeit
Die Zeit ist
aller Dinge Maß,
von der Wiege
bis zur Bahre.
Wie der Sand im
Stundenglas
zerrinnen
-haltlos- Tag und Jahre.
Zeiten kommen,
Zeiten gehen,
sie verändern
und gestalten.
Man wünscht
sich, sie zurückzudrehen,
sie zumindest
festzuhalten.
Weit schneller,
als wir sie gewinnen,
geht die Zeit
-mit uns- von hinnen.
Zeiten haben
Geist und Zeichen,
doch keine Zeit
hat ihresgleichen,
man kann sie
schenken oder stehlen,
sie treffen
oder auch verfehlen.
Zeit ist Geld
und Zeit ist Macht,
wird Allen zu-
und knapp bemessen,
sie drängt, sie
jagt, bei Tag und Nacht,
sie lehrt, sie
mahnt, sie macht vergessen.
Zeit wird
genützt, Zeit wird vergeudet,
lässt uns
leiden, bringt uns Glück;
was immer sie
uns auch bedeutet:
Kein Augenblick
kehrt je zurück.
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Mit den Jahren,
mit der Zeit,
wird uns
überdeutlich klar:
die ewige
Glückseligkeit,
ist näher, als
sie jemals war.
Was wir nehmen,
was wir geben,
wer wir sind,
was wir erleben,
zum ersten wie
zum letzten Male:
Es schlägt die
Uhr. Sie schlägt uns Alle!
Uns Allen ist
-gottlob- geglückt,
dass uns die
Uhr noch immer tickt,
und Jedem doch
auf seine Weise:
Der Einen laut,
dem Andern leise.
Im Angesicht
der Ewigkeit
sind unser Leid
und unser Glück,
ist unser Aller
Lebenszeit,
nicht mehr als
nur ein Augenblick.
Genießt die
Stunde, nutzt den Tag
und jeden, der
noch kommen mag !
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