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Lebenshilfe - das ist die Betreuung
behinderter Menschen während ihres gesamten Lebens, von der Geburt
bis zum Tod.
Lebenshilfe meint den ganzen
Menschen, seine Seele, seinen Körper, seinen Geist.
Lebenshilfe erstreckt sich auf alle
Bereiche der menschlichen Existenz, auf den behinderten Menschen
selbst und unmittelbar, auf seine Arbeit, auf seine Wohnung, auf die
Gestaltung seiner Freizeit, auf sein gesamtes Umfeld.
Umfassende Lebenshilfe in großen
Einrichtungen zu leisten, bedarf professioneller Arbeit, einer
soliden Ausbildung und möglichst vieler Erfahrungen. Mehr aber noch
eines unbedingten Engagements, das weit über Pflichten und Routinen
hinaus geht.
Lebenshilfe heißt, den Menschen mit
Behinderungen, soweit dies irgend möglich ist, vom fremd bestimmten
Objekt zum selbst bestimmten Subjekt werden zu lassen, ihn in seiner
Würde und in seiner unverwechselbaren Eigenart zu respektieren.
Lebenshilfe leistet, wer das "Ich-und-Du-Gefühl"
zu einer "Wir-Erfahrung" macht, wer dem behinderten Menschen die
Chance gibt, den Menschen zu erkennen und zu begreifen, von dessen
Hilfe er abhängig, auf dessen Zuwendung er angewiesen ist.
Lebenshilfe für sich selbst
erfährt, wer sich in seiner Beziehung zu Menschen mit Behinderungen
ganz oder zu Teilen selbst erkennt, wer aus der Unmittelbarkeit, mit
der behinderte Menschen sich ausdrücken und offenbaren, neue,
bessere Perspektiven für sein eigenes Leben gewinnen kann.
Eine Lebenshilfe-Vereinigung
sollte, nein: sie muss ganz und unverzichtbar eine
solidarische Lebens- und Schicksalsgemeinschaft sein, in der Jeder
seinen Platz einzunehmen und auszufüllen hat, in der sein
persönliches hinter das Wohl der Gemeinschaft zurück treten muss.
Die Lebenshilfe Unterer Niederrhein
ist auf gutem Weg, der über vierzig Jahre steil und stetig bergauf
geführt hat, dessen Ziele immer neu zu bestimmen waren und dies auch
in aller Zukunft sein werden
Wir wollen diesen Weg weiter gehen,
entschlossen und mit ganzer Kraft.
Dazu brauchen wir eine
menschenfreundliche Politik, Verständnis, Toleranz und Wohlwollen
der Gesellschaft. Wir brauchen das Vertrauen der Menschen mit
Behinderungen sowie Ihrer aller Unterstützung.
Wir sind stolz auf vierzig Jahre
erfolgreicher Arbeit, wir blicken mit Zuversicht nach vorne.
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